Salsa Studio Romano

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Was ist Salsa?

"Salsa" heißt auf Deutsch "Soße" und bezeichnet eine bestimmte Art von lateinamerikanischer Tanzmusik, die seit den 70er Jahren auf der ganzen Welt immer beliebter geworden ist. Salsa ist eine scharfe, heiß brodelnde Soße aus unterschiedlichen Zutaten, die süchtig macht. Aus welchen Ingredienzen wurde Salsa zusammengebraut?

Knochen und Fleisch aus Kuba

Die Kernsubstanz - die Knochen und das Fleisch - aus der unsere Soße gekocht wird, stammt aus Kuba, dem kulturellen Mittelpunkt der Karibik. Hier entstanden verschiedene Musik- und Tanzformen als Mischungen aus der europäischen, afrikanischen und indianischen Kultur. Es waren vor allem spanische und französische Musik (contredance), die sich mit afrikanischen Rhythmen der Yoruba, der Lucumí, der Bantu und der Congo vermischten.

Die wichtigsten kubanischen Salsa-Wurzeln sind:

  • die Guajiras, eine Liedform der spanischstämmigen Landbevölkerung
  • der Son aus dem Osten Kubas stammend
  • Danzon und Danza Gesellschaftstänze der weißen Oberschicht
  • afrokubanische Rumba, hier vor allem Guaguanco und Yambú

In der leichtlebigen Metropole Havanna fanden unzählige Musiker Engagements in den zahlreichen Nachtclubs und so wuchs in Kuba eine ganze Heerschaar von hochbegabten und kreativen Musikern heran. In dieser Atmosphäre entstanden auf den o.g. Grundlagen der Mambo und der Cha Cha Cha, die beginnend in den 30er Jahren rasche Verbreitung in der ganzen Karibik und in Lateinamerika fanden. Einer der schillerndsten und bezauberndsten kubanischen Künstler dieser Ära war Benny Moré, der im Gegensatz zu Perez Prado einen originären, weniger "westlich-kommerziellen" Mambo-Stil kreierte.

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Nordamerikanischer Jazz als Gemüseeinlage

Schon seit den 20er Jahren besuchten kubanische Musiker auf ihren Tourneen regelmäßig die nordamerikanische Metropole New York oder ließen sich dort nieder. In Folge dieser Auswanderungsbewegung entstand ein reger musikalischer Austausch zwischen Havanna und New York, in dessen Folge es zu einer Vermischung von kubanischem Rhythmus und nordamerikanischem Jazz kam. Aus Swing und Beebop einerseits, und kubanischer Musik andererseits, entstand eine besonders jazzige Stilform des Mambo, der CuBob (Kubanischer BeBob). Die Gemüseeinlage in unserer Soße besteht also aus nordamerikanischer Jazz-Musik, was sich insbesondere in den Blasinstrumenten niederschlägt.

Diese "Ehe aus gegenseitiger Liebe" (Machito) wurde in den 50er Jahren vor allem von den in New York lebenden kubanischen Musikern Machito, Mario Bauza und Chico O'Farril gestiftet und von den puertorikanischen Musikern Tito Puente und Tito Rodriguez weitergeführt. Die Mambo-Ära hatte in New York als Hauptstützpunkt den Tanzpalast "Palladium" auf dem Broadway. Hier gastierten die großen Mambo-Big-Bands der drei Mambo-Könige, Machito, Tito Puente , Tito Rodriguez, hierher brachten kubanische Showtänzer die afrokubanischen Bewegungsformen und es wurde ein eigener (Latin-) Tanzstil kreiert, der mit den modernen Gesellschaftstänzen der Amerikaner (Boogie, Swing, Rock `n` Roll) mithalten konnte.

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Gewürzmischung aus Puerto Rico

Anfang der 60er Jahre verebbte die Mambo-Welle und die Zeit der großen Mambo Big Bands war zu Ende. Die kubanische Musik verlagerte sich in die Randbezirke Manhattans, nach Harlem und in die Bronx und wurde in kleineren Besetzungen gespielt. Zwischenzeitlich kamen aufgrund der politischen und kulturellen Umbrüche durch die Revolution Fidel Castros außer Revolutionsliedern nur noch spärliche Töne von der Zuckerrohrinsel in die westliche Welt.

Kuba gehörten die puertorikanischen Musiker von Anfang an zu den Hauptinterpreten kubanischer Musik in New York. Doch die kleine Karibikinsel Puerto Rico hat auch ihre eigenen Musiktraditionen und darüber hinaus ein schier unerschöpfliches Potential an begabten und kreativen Musikern. Und nun zurück zum Bild unserer Soße: Die fast fertige Grundmasse aus Kuba und Nordamerika wurde durch Ingredienzien aus Puerto Rico angereichert: die wichtigsten hierbei sind die Rhythmen "Bomba" und "Plena". Insbesondere die beiden puertorikanischen Bandleader Cortijo und Ismael Rivera sorgten dafür, dass unsere Soße eine reizvolle Färbung und eine kräftige Prise an Gewürzen aus Puerto Rico bekam.

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Salsa - Sammelbegriff und Sammlungsbewegung

"Vor allem ist der Begriff Salsa eine Erfindung, um es Leuten, die die Musik nicht gut kennen, einfacher zu machen, eine musikalische Stilrichtung zu bestimmen." (Ray Barretto, puertorikanischer Musiker)

In dieser kreativen Atmosphäre zwischen Jazz und afrokaribischem Rhythmus kreierte die zweite Generation der Einwanderer aus Lateinamerika vor allem aus Kuba, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Columbien und Venezuela, aber auch aus anderen Ländern Lateinamerikas einen neuen und speziellen New Yorker Latin Sound. Diese Musik wurde beginnend in den 60er Jahren unter der Bezeichnung "Salsa" zunächst von der Band "Fania Allstars" erfolgreich über die ganze Welt vermarktet. Als einer der herausragenden Initiatoren dieser Entwicklung ist der aus der Dominikanischen Republik stammende Musiker Jonny Pacheco zu nennen. In der Folge entwickelte sich Salsa unter dem Einfluß der verschiedenen populären Musikrichtungen ständig weiter und brachte unterschiedliche Stilrichtungen und Färbungen hervor.

Mittlerweile gibt es in ganz Süd-, und Mittelamerika, aber auch in Europa, Afrika und Asien Salsabands und Tanzveranstaltungen. Genauso vielschichtig wie die Ursprünge dieser Musik sind, so ist insbesondere der New Yorker Salsa ein ganz und gar multikulturelles Phänomen, an dem alle Rassen, Nationalitäten, Altersgruppen und Gesellschaftsschichten teilhaben. Die größten Salsaproduzenten heute sind Puerto Rico, Kuba sowie New York und Miami, gefolgt von Columbien und Venezuela.

Besonders faszinierend am Salsatanzen ist die enge Anlehnung an den süchtig und gute Laune machenden Rhythmus und die temperamentvolle Bewegungsart. Diese ist im Vergleich zu den europäischen Standardtänzen als "quasi Straßentanz" sehr locker und lässt jedem Tänzer genügend Spielraum. Also auf geht´s zum nächsten Salsakurs oder Workshop im Salsa Studio Romano. Oder kommt einfach freitags ab 22.15 Uhr zur Übungs-Party!

Romano Grohmann

(siehe auch Downloads)

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